CodeFusion

Toolbox CODEFUSION: PlantUML Salt

30.06.2026

In unserer informellen Reihe „Toolbox CODEFUSION“ zeigen wir Werkzeuge, die tatsächlich in unseren Arbeitsalltag einfließen. Diesmal geht es um PlantUML Salt – eine textbasierte Methode, um schnell Interface-Mockups zu skizzieren.

Als Entwickler haben wir jahrelang zu Werkzeugen wie Balsamiq gegriffen, um Kundenanforderungen im Handumdrehen als Mockup abzubilden. Das taten vor allem die Entwickler, während die UI/UX-Designer erst später dazustießen, sobald klar war, was und wozu wir bauen. Balsamiq war einfach und schnell – genau das, was man in der frühen Phase braucht. Mit den wachsenden Möglichkeiten der KI sind jedoch Werkzeuge auf die Bühne getreten, bei denen die Oberfläche in Text beschrieben und nicht mit der Maus gezeichnet wird. Bei uns hat sich zuletzt PlantUML mit seinem Teilprojekt Salt an die Spitze gesetzt.

Die Arbeit damit ist gerade deshalb so bequem, weil sie auf Text beruht. Die KI erzeugt ein gutes Dutzend Zeilen, die einen Bildschirm beschreiben, und wir behalten die volle Kontrolle darüber: Ein solches Mockup lässt sich leicht prüfen, leicht ändern und ebenso leicht mit dem Kunden besprechen – und das Mockup bei Bedarf direkt während des Gesprächs mit ihm anpassen. Und da es sich um reinen Text handelt, fügt es sich in die Everything-as-Code-Philosophie ein: Es landet im Repository neben dem Code, durchläuft das Code-Review und wird wie jedes andere Projektartefakt versioniert und per Diff nachverfolgt.

Den größten Wert sehen wir jedoch in dem, was danach kommt. Ein Salt-Mockup ist ein hervorragender Ausgangspunkt für die weiteren Entwurfsphasen – für interaktive Prototypen ebenso wie für High-Fidelity-Versionen. Manchmal wird es unmittelbar Teil der Spezifikation und fließt direkt in die Entwicklung ein. Statt eine UI-Skizze als einmaligen Anhang zu einem Ticket zu behandeln, erhalten wir ein Artefakt, das vom ersten Kundengespräch bis zum fertigen Code mit dem Projekt lebt.

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